6 Nov 2014

9 Thesen, warum die Hälfte aller Selbständigen scheitern

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9 Thesen, warum die Hälfte aller Selbständigen scheitern

Wussten Sie, dass jedes zweite neu gegründete Unternehmen nach vier bis fünf Jahren aus dem Markt ausscheidet oder unter die Umsatzschwelle von 17.500 Euro pro Jahr rutscht? Das sind die Zahlen des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn Stand Jan. 2014.

Woran liegt es, dass nur die Hälfte aller Gründer gut von Ihrem Business leben können oder schneller aus geträumt haben, als ihnen lieb ist? Schließlich startete jeder einmal hoch motiviert los.

Aus meiner Marketing & Sales Sicht, liegt es daran:

  1. Ungeübt in der eigenen Vermarktung.

    Sie bieten ein tolles Produkt oder eine grandiose Dienstleistung an, aber haben wenig Erfahrung, wie Marketing & Sales heutzutage funktionieren. Verkaufsdruck und Kalt Akquisition sind Verkaufsmethoden von gestern. Wir Konsumenten wollen den Mehrwert.

  2. Sich keine Unterstützung holen.

    Und alles so lassen wie es ist, es wird schon irgendwann funktionieren, denn schließlich leisten sie eine gute Arbeit. Das spricht sich langfristig rum. Lieber investieren Sie 80% Ihrer Zeit in die Produktentwicklung, Logo Entwicklung, Webseiten Gestaltung. Die Vermarktung funktioniert schon irgendwie. Daher holen sie sich keine Unterstützung, um Ihre Vermarktung zu verbessern – niemals.

  3. Alles lieber selber machen.

    Weil es ja eh keiner so gut kann und macht wie Sie! Auf viele kann man sich ja auch gar nicht verlassen. Daher Sie sind für alles verantwortlich und haben alles selbst im Griff. Sie geben keine Tätigkeiten an Dritte, wie virtuelle Assistenten, Teilzeit-Arbeitskräfte oder Freelancer ab. Auch nicht die Dinge, die Ihnen total lästig sind und Ihnen nur die Zeit für Wesentliches rauben.

  4. Kein strategischer Marketingplan

    Sie haben kein Ziel oder Vision im Auge. Kein Schritt für Schritt Vorgehen, was Sie bis wann machen werden und auch keinen Plan B im Falle eines Scheitern.

  5. Keine Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb.

    Sie bieten ein typisches „me-too“ = Nachahmer Produkt an. Etwas was es schon gibt und Sie stellen Ihr Alleinstellungsmerkmal nicht heraus. Und Sie haben eines, wenn nicht mehrere!

  6. Unprofessionelles Vorgehen.

    Indem sie sich selbst und Ihr Business nicht wirklich ernst nehmen: Mit selbst gebastelten Visitenkarten aus dem eigenen Drucker. Webseiten, die ein Bekannter für Sie selbst strickt. Flyer, die hinten noch die Werbung der Druckerei tragen usw., anstelle in sich und das eigene Business zu investieren.

  7. Überinvestition und dann Luft raus

    Die Webseite erstellt von der schicken Agentur für 5.000 €, die Logo Entwicklung für 2.000 € und teure Werbekampagnen. Dann zurücklehnen und denken, das reicht.

  8. Ein Mangel an Erfahrung und fehlende Denkhaltung,

    was den Marketing Fokus betrifft. Der Versuch für jeden Menschen auf diesem Planeten, alles liefern zu können. Typische Aussage „Meine Dienstleistung kann jeder brauchen“

  9. Die nötige Zeit und Kraft zu unterschätzen,

    die Sie benötigen, um Ihr Business nachhaltig zum Erfolg zu führen. Denken Sie daran, nicht alle Dinge funktionieren reibungslos von Anfang an.Testen Sie, justieren Sie und ändern Sie, dann haben Sie die besten Erfolgsaussichten, dass Ihr Business immer mehr an Fahrt aufnimmt.

Was ist Ihr aktuelles Hinkebein Ihr Business weiter wachsen zu lassen? Bei mir ist es im Moment Punkt 3: An andere abgeben. Mein Business läuft sehr gut und meine Zeit ist knapp. Ich gebe vieles schon ab, aber meine Büro Organisation mache ich noch selbst und das ist mein größter Zeitfresser im Moment. Meine Ausrede in dieser Woche: „Ich habe keine Zeit mich darum zu kümmern“. 😉

Doch wenn ich überlege, was mir Energie bringt und was mir eher Energie raubt, dann ist mein Fokus klar: Heute suche ich mir eine virtuelle Assistenz oder eine Assistenz vor Ort. Denn dann kann ich mich um die Bereiche kümmern, in denen ich wirklich brillant bin: Beratung, Training und meine Klienten voran bringen: Das bereitet mir Freude und fällt mir leicht. Wenn ich dann sehe, wie mein Kunde „Aha-Momente“ erlebt und weiß, was er in seiner Vermarktung verändern kann, damit mehr dabei rauskommt, dann bringt mir das viel.

In was sind Sie brillant?

Und welche Ausrede hindert Sie daran, dieses mehr in Ihren Business Alltag zu integrieren? Denn in Ihrer persönlichen Brillanz zu sein, bringt Sie und Ihr Geschäft letztendlich voran.

Auf Ihre Meinung bin ich gespannt.

Herzliche Grüße
Susanne-Blog

  

  
  

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2 Responses

  1. Ein Artikel der viele Punkte aus der Praxis auf den Punkt bringt. Aus meiner Erfahrung als Gründungsberater habe ich 3 wesentliche Kernelemente für den Erfolg oder Misserfolg identifiziert.

    1. Startfinanzierung
    2. Marketing
    3. Gründer

    Fast immer scheitert es an einem oder mehreren dieser Elemente. Fast jede Gründung benötigt ein Minimum an Kapital und da hapert es bereits bei Einigen. Es gibt zwar zahlreiche Fördermittel, aber die Anträge muss der Gründer schon noch selbst stellen.
    Der 2te Punkt – die Bedeutung eines funktionierenden Marketings wird ebenfalls oft zu geringfügig eingestuft. Und sobald man zu wenig Kunden generiert landet man ziemlich schnell wieder bei Punkt 1 – der Finanzierung. Ein Kreislauf eben.

    Der dritte und aus meiner Sicht wesentlichste Punkt ist der Gründer selbst. Ich habe schon einige Gründer aus der Arbeitslosigkeit als Coach begleitet und auch ohne großes Startkapital haben es diese Menschen geschafft erfolgreich zu sein. Der Wille, die Motivation zu lernen und sein Geschäft auf die Beine zu stellen, zu entwickeln versetzt sprichwörtlich manche Berge.

    UND ja – auch Unternehmer die erfolgreich sind können sich immer weiter entwickeln. Entwicklung braucht jeder.

    Gruss Klaus Schaumberger

    1. Hallo Herr Schaumberger,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich bin absolut Ihrer Meinung, dass eine Gründung ohne Kapital wenig Sinn macht. „Hungrig“ in die Selbständigkeit zu gehen, würde ich keinem empfehlen. Ein potentieller Klient riecht das 100 m gegen den Wind. Und uns als Konsumenten schreckt das ab.

      Für Mamis dagegen, die sich in den ersten 2 Jahren auf einen Partner verlassen können, der die Fixkosten der Familie trägt, sehe ich die Selbständigkeit mit geringem Kapital, durchaus als eine gute Chance, um mit jahrelanger Berufserfahrung auch etwas wertiges und sinnvolles auf die Beine zu stellen.

      Und wenn der Entschluss gefasst ist, das Abenteuer Selbständigkeit anzugehen, dann geht es darum von Anfang an, seine Vermarktung klug anzuschieben und kontinuierlich beizubehalten, da zu optimieren, wo verbessert werden muss. Und wenn dann der Zeitpunkt der Expansion gekommen ist, die richtigen Menschen zur Unterstützung an Bord zu holen.

      Und dann sind wir schon bei Ihrem Punkt 3: Der Unternehmer selbst ist der wichtigste Faktor, wenn es um Erfolg oder Misserfolg geht, denn sehr oft stehen wir uns selbst im Weg. Aber dem Himmel sei Dank, sind wir Menschen ja dazu gemacht, uns permanent weiter zu entwickeln. Also kein Grund zum Verzweifeln. 😉

      Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.

      Herzliche Grüße
      Susanne Rohr

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